Warum ich mich nicht zusammenreiße…

Ich kann es nicht mehr hören,
wenn du mir sagst, dass ich ruhig bleiben soll.
Dass ich mich beruhigen, zusammenreißen und benehmen muss,
weil es zu viel des Guten ist.
Zu viel Wut und zu viel Gefühl, dass ich meine Emotionen unter Kontrolle kriegen sollte,
dass man sich auch mal zurück halten kann und runterschlucken, hinnehmen, wegsehen.

Und ich weiß, was du da versuchst,
dass du nach Wegen suchst, mich stumm zu kriegen,
du es Frieden nennst und Harmonie wenn man dir nie widerspricht.
Solange das Eis nicht bricht, kann man darauf stehen, kann man weitergehen
und die Risse ignorieren die man hinterlässt.
Weil du Konfrontation umgehst und mir dafür das Wort abdrehst,
wenn der Zeiger auf fünf vor zwölf steht
und ich dir wieder auf den besagten Zeiger geh’,
die Zeichen auf Sturm stehen und du lieber Sonne sehen willst,


Aber wo Licht ist, ist auch Schatten und all’ deine Versuche,
ihnen auszuweichen verlaufen ins Dunkle.
Weil ich mich nicht länger zusammenreiße, ich mich durchbeiße
und für meine Meinung einsteh’, ich mich nicht klein machen lasse
von deiner Idealvorstellung.
Ich bin nicht streitlustig aber wahrheitsdurstig
und ich bin lieber laut, als für immer stumm
und für dumm gehalten.


Wenn du meine Ebbe willst, dann akzeptier’ auch die Flut
lass es lieber brennen als ständig brodeln,
lass es krachen und uns dann zusammen Ruhe finden,
denn wenn wir abwarten und durchhalten,
ergeben Schauer und Sonne schließlich einen Regenbogen.

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