Selbstreflexion: vier Fragen an mich selbst

Ich bin eine Person, die viel nachdenkt. Sich Gedanken und auch Sorgen macht. Oft geht es dabei aber wenige rum Selbstreflexion als um andere oder zumindest um die Meinung anderer. Im Urlaub habe ich Zeit gefunden, endlich auch mal in mich reinzuhören und mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Denn eigentlich ist es doch das Wichtigste, herauszufinden, was man selbst eigentlich will. Dazu habe ich mir ein paar Fragen beziehungsweise Themenblöcke überlegt, die mir helfen, mich selbst etwas besser zu verstehen. Die möchte ich jetzt auch mit euch teilen, vielleicht helfen sie ja noch anderen 🙂

Was macht mich als Person aus?

Ich habe längst akzeptiert, dass es für mich keine klare Schublade gibt. Ich hab in meinem Leben sämtliche Phasen durchgemacht und alles mal für mich entdecken können. Aber eben nie auf Dauer. Ich hab dann jetzt den Fokus davon weggelegt, mich klar zuordnen zu wollen. Viel mehr geht es darum, das bunte Gesamtbild ein bisschen zu durchblicken. Welche Eigenschaften habe ich? Was ist positiv? Was nervt mich vielleicht an mir selbst? Wie war ich früher und was hat sich verändert? Was vermisse ich manchmal von meiner “kindlichen” Persönlichkeit? Woran kann ich arbeiten und was darf ich einfach hinnehmen?

Was fasziniert, interessiert oder inspiriert mich?

Statt ständig mit dem Kopf zu handeln und jede Aktion, sogar jede Freizeitbeschäftigung, irgendwie rational zu begründen, habe ich versucht, mal wieder in mich zu gehen und zu schauen: was macht mir wirklich Spaß? Wobei kann ich endlich mal wieder komplett die Zeit vergessen? Unabhängig vom Nutzen und Ansehen, was möchte ich wirklich machen?

Was fühle ich, wenn ich es wirklich zulasse?

Mein Bauchgefühl habe ich etwas verloren – leider. Ich bin eher ein Kopfmensch. Das ist natürlich nicht nur schlecht(und kann bei der Selbstreflexion auch helfen), aber ich glaube, dass es manchmal dazu führt, Gefühle zu unterdrücken. Aber ich habe gemerkt wie gut es tun kann, sie zuzulassen. Auch mal zu weinen. Sich einzugestehen, was einem Angst macht. Mal richtig wütend zu werden. Aber auch bis zum Bauchweh zu lachen. Emotionen sind manchmal überwältigend, aber eigentlich etwas Schönes und vor allem dazu da, gefühlt zu werden.

Wo möchte ich hin? Was sind meine kleinen und großen Ziele?

Man wird ja nach dem Abitur ständig damit konfrontiert, was man machen möchte. Was man studiert, arbeiten wird etc. Doch irgendwie geht es für mich inzwischen um mehr. Ich habe keinen konkreten Beruf vor Augen, wenn ich an ein Ziel für mich denke. Ich glaube, dass man den richtigen Beruf für sich erst findet, wenn man sein eigenes, übergeordnetes Ziel kennt. Also habe ich mich gefragt: was wünsche ich mir im Leben? Was erfüllt mich? Welche Veränderung möchte ich bewirken – bei mir, aber auch im Großen?

Vielleicht klingt das alles ein bisschen abstrakt, aber mir hat es sehr geholfen, mal wieder etwas Zugang zu mir zu bekommen. Ich galube, dass wir uns viel zu wenig Zeit für Selbstreflexion nehmen. Ich hoffe, dass es vielleicht den oder die eine/n oder andere/n zum Nachdenken anregen kann 🙂

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